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Ziel des Zorns
Montag, 10. August 2015

Protestmeile Regierungsbunker: Ab 1981 rückt die Friedensbewegung in Marienthal vor

30 Jahre nach der letzte Bunker-Demonstration mit Alfred Kerger kehrt der Bonner zurück nach Marienthal. Der Bunker ist längst weg, alle anderen Demonstranten auch.
30 Jahre nach der letzte Bunker-Demonstration mit Alfred Kerger kehrt der Bonner zurück nach Marienthal. Der Bunker ist längst weg, alle anderen Demonstranten auch.

Der Regierungsbunker als „Aufmarschgebiet“ der Friedensbewegung: lange, bevor sich im Bonner Hofgarten Hunderttausende gegen atomare Aufrüstung und für Frieden formieren, wird das kleine Eifel-Örtchen Marienthal zum Ziel von Friedensdemonstrationen. „Es war wohl das Pfeifen im Wald und sich Mut machen“, erinnert sich Alfred Kerger an jenen 4. April 1981, als ein kleiner Trupp bei neblig-kaltem Wetter erstmals auf dem Bunker-Plateau zwischen den beiden Haupteingängen Plakate ausrollt und Protestsprüche skandiert. „Das Wetter passte zur Stimmungslage“, erzählt Demonstrant, Grünen-Mitglied der ersten Generation und Künstler Alfred Kerger.

Ziel des Zorns

 
Nächste „Eifel-Bunker-Tour“ am 30. August
Dienstag, 14. Juli 2015

Zwei Regierungsbunker sind Besuchsziele eines Tagesprogramms

Radiostudio aus den 1960er Jahren im ehemaligen Regierungsbunker der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, der noch vollständig eingerichtet ist.
Radiostudio aus den 1960er Jahren im ehemaligen Regierungsbunker der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, der noch vollständig eingerichtet ist.

Die beiden Regierungsbunker des Bundes (in Bad Neuenahr-Ahrweiler) und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen (in Kall-Urft) können im Rahmen der „Eifel-Bunker-Tour“ am 30. August besichtigt werden. Das Tagesprogramm vermittelt Aufgabe und Geschichte dieser Anlagen aus der Zeit des Kalten Krieges, die für nationale Krisen wie auch globale militärische Auseinandersetzungen vorgehalten wurden. Beide Bunker unterlagen der Geheimhaltung und wurden nach Ende des Ost-West-Konfliktes aufgegeben. Technisch, politisch und historisch stehen sie auch für den Extremfall Dritter Weltkrieg und sind als Ausnahmebauwerke untrennbar mit der bundesdeutschen Geschichte und den Jahren der atomaren Abschreckung verbunden. Die „Eifel-Bunker-Tour“ vermittelt das lebendig, informativ und kurzweilig an den Originalschauplätzen, die als Tagesprogramm (mit Busfahrt und Imbiss) einfach und bequem erreicht werden. Start ist um 10 Uhr, Ende um 17.15 Uhr (beides in Bad Neuenahr-Ahrweiler). Mehr Infos unter www.eifel-bunker-tour.info