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Top-Themen
Von der Kanonenkugel zur Atombombe
Dienstag, 05. Mai 2015

„Bunker-Festungs-Tour“ führt am 13.9. durch Verteidigungsbauwerke der letzten 200 Jahre

Wege durch die Untwelt der Festung Ehrenbreitstein, die ebenfalls bei der Bunker-Festungs-Tour am 13.9. besichtigt wird.
Wege durch die Untwelt der Festung Ehrenbreitstein, die ebenfalls bei der Bunker-Festungs-Tour am 13.9. besichtigt wird.

Die Koblenzer Festung Ehrenbreitstein, der Regierungsbunker im Ahrtal und 200 Jahre Geschichte stehen im Mittelpunkt einer Premiere am 13. September. Erstmals entführt die „Bunker-Festungs-Tour“ als Tagesprogramm auf eine spannende Zeitreise, die in Preußens Glanz und Gloria auf der Festung Ehrenbreitsein beginnt, einen Luftschutzbunker aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges unter dem Festungsplateau erkundet und schließlich im Atomzeitalter mit ihren Schutzbauten endet, die über den bundesdeutschen Regierungsbunker erklärt wird. Zwischen 10 und 18 Uhr werden drei Fortifikationen besucht und erläutert, die vor Kanonenkugeln, konventionellen Luftangriffen bis zur Atombombe schützen sollten. Mehr Infos unter:

www.bunker-festungs-tour.de

 
„In dieser schweren Stunde ...“
Donnerstag, 16. April 2015

Kriegstagebuch dokumentiert vorbereitete Reden von Kanzler und Präsident

Die Möbeleinrichtung mag Geschmackssache sein, doch die Nachrichtenlage in diesem Raum ist 1966 alles andere als rosarot: Im Besprechungsraum des Bundespräsidenten wird seine Rede zum Kriegsfall vorgelegt.
Die Möbeleinrichtung mag Geschmackssache sein, doch die Nachrichtenlage in diesem Raum ist 1966 alles andere als rosarot: Im Besprechungsraum des Bundespräsidenten wird seine Rede zum Kriegsfall vorgelegt.

Die rote Tyrannei ist auf dem Vormarsch und im „Kampf um das Leben und die Freiheit unserer Kinder werden wir ein Beispiel jenes Mutes und jener Tapferkeit geben, die unserem Volke eigen sind“: Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung hatte 1966 Reden für die NATO-Übung „Fallex 66“ vorbereitet, die bei Ausbruch der Kampfhandlungen durch den Bundeskanzler wie auch den Bundespräsidenten gehalten werden sollten. Die Original-Dokumente sind Teil des „Kriegstagebuch III. Korps“ (Bundesarchiv, Freiburg; BMVg. BH 7-3/854) und beschreiben auf beeindruckende Weise den Ausbruch des „Dritten Weltkrieges übungshalber“. Fast 50 Jahre waren sie unter Verschluss.

„In dieser schweren Stunde ...“