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Nächste „Eifel-Bunker-Tour“ am 26. Juli
Dienstag, 14. Juli 2015

Zwei Regierungsbunker sind Besuchsziele eines Tagesprogramms

Radiostudio aus den 1960er Jahren im ehemaligen Regierungsbunker der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, der noch vollständig eingerichtet ist.
Radiostudio aus den 1960er Jahren im ehemaligen Regierungsbunker der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, der noch vollständig eingerichtet ist.

Die beiden Regierungsbunker des Bundes (in Bad Neuenahr-Ahrweiler) und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen (in Kall-Urft) können im Rahmen der „Eifel-Bunker-Tour“ am 26. Juli besichtigt werden. Das Tagesprogramm vermittelt Aufgabe und Geschichte dieser Anlagen aus der Zeit des Kalten Krieges, die für nationale Krisen wie auch globale militärische Auseinandersetzungen vorgehalten wurden. Beide Bunker unterlagen der Geheimhaltung und wurden nach Ende des Ost-West-Konfliktes aufgegeben. Technisch, politisch und historisch stehen sie auch für den Extremfall Dritter Weltkrieg und sind als Ausnahmebauwerke untrennbar mit der bundesdeutschen Geschichte und den Jahren der atomaren Abschreckung verbunden. Die „Eifel-Bunker-Tour“ vermittelt das lebendig, informativ und kurzweilig an den Originalschauplätzen, die als Tagesprogramm (mit Busfahrt und Imbiss) einfach und bequem erreicht werden. Start ist um 10 Uhr, Ende um 17.15 Uhr (beides in Bad Neuenahr-Ahrweiler). Mehr Infos unter www.eifel-bunker-tour.info

 
„In dieser schweren Stunde ...“
Donnerstag, 16. April 2015

Kriegstagebuch dokumentiert vorbereitete Reden von Kanzler und Präsident

Die Möbeleinrichtung mag Geschmackssache sein, doch die Nachrichtenlage in diesem Raum ist 1966 alles andere als rosarot: Im Besprechungsraum des Bundespräsidenten wird seine Rede zum Kriegsfall vorgelegt.
Die Möbeleinrichtung mag Geschmackssache sein, doch die Nachrichtenlage in diesem Raum ist 1966 alles andere als rosarot: Im Besprechungsraum des Bundespräsidenten wird seine Rede zum Kriegsfall vorgelegt.

Die rote Tyrannei ist auf dem Vormarsch und im „Kampf um das Leben und die Freiheit unserer Kinder werden wir ein Beispiel jenes Mutes und jener Tapferkeit geben, die unserem Volke eigen sind“: Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung hatte 1966 Reden für die NATO-Übung „Fallex 66“ vorbereitet, die bei Ausbruch der Kampfhandlungen durch den Bundeskanzler wie auch den Bundespräsidenten gehalten werden sollten. Die Original-Dokumente sind Teil des „Kriegstagebuch III. Korps“ (Bundesarchiv, Freiburg; BMVg. BH 7-3/854) und beschreiben auf beeindruckende Weise den Ausbruch des „Dritten Weltkrieges übungshalber“. Fast 50 Jahre waren sie unter Verschluss.

„In dieser schweren Stunde ...“